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George Gershwin - Concerto in F

George Gershwins vom Jazz inspirierte Rhapsody In Blue erlebte im Februar 1924 eine umjubelte Uraufführung, woraufhin sich der Dirigent Walter Damrosch ebenfalls ein Klavierkonzert von und mit George Gershwin wünschte und in Auftrag gab. Und so entstand das Concerto in F, welches nicht selten als die klassischste Komposition Gershwins bezeichnet wird, da es sich, anders als bei der Rhapsody In Blue, mit einem klaren dreisätzigen Konzertcharakter eng an die traditionelle Konzertform hält, die Verwendung von Jazz-Elementen jedoch konsequent weiterführt: Die pulsierenden Rhythmen, die synkopierte Melodik, die Ausdrucks-Chromatik, die gestopften Blechbläser, die Posaunen-Glissandi, das grosse Schlagwerk zeugen davon. Im Kopfsatz feiert Gershwin das moderne, vom Charleston-Fieber gepackte Amerika, der langsame Moll-Satz ist vom Blues inspiriert, und das Finale, eine Art Charleston-Rondo, gerät zu einer »Orgie von Rhythmen«, wie es der Komponist selber beschrieb. Die Uraufführung des Concerto in F im Dezember 1925 in New York – wieder mit Gershwin persönlich am Klavier – war erneut ein Riesenerfolg. Kein Geringerer als Igor Strawinsky sprach von einem Meisterwerk, welches nun einmal mehr auch in Luzern anlässlich des bevorstehenden Lucerne Festivals zu Ehren kommt: Am 14.08. mit dem Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Riccardo Chailly, am Klavier kein geringerer als Frank Dupree.

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Luigi Dallapiccola - Piccola Musica Notturna

Mit seiner Piccola musica notturna schuf Luigi Dallpiccola eine „Kleine Nachtmusik“ des 20. Jahrhunderts, deren Struktur weit mehr von nächtlicher Atmosphäre zeugt als Mozarts gleichnamige Streicherserenade. In einem mehr als ruhigen Tempo tauschen drei solistische Holzbläser zarte Kantilenen aus, die von drei Streichinstrumenten sekundiert werden. Celesta und Harfe färben den Klang im Wechsel schattenhaft oder nächtlich dunkel ein. Das einsätzige Stück wurde 1968 komponiert und gehört damit in die dritte und letzte Schaffensphase des italienischen Komponisten. Sein lebenslanges Bekenntnis zu humanitären Aspekten, welche in vor allem in die Oper Il prigioniero eingeflossen sind, und die selbständige Aneignung der Zwölftontechnik sind Merkmale seines Schaffens. Der Partitur vorangestellt ist ein Gedicht von Antonio Machado mit dem Titel „Sommernacht“, und tatsächlich spiegelt Dallapiccolas Musik den magischen Realismus dieses Gedichtes wider, indem sie dessen traumhafte und übersinnliche Dimensionen hinter einer nüchternen Fassade aufzeigt. Klangfarben und Dynamik spielen daher eine entscheidende Rolle in der Konzeption dieses Stücks, nicht zu vergessen der melodische Aspekt, der vollständig auf kleinen chromatischen Intervallen basiert und fast ausschliesslich aus der von der Klarinette in den ersten drei Takten vorgestellten Phrase hervorgeht: Diese Phrase wird mehrfach von verschiedenen Instrumenten aufgegriffen, in ihrer ursprünglichen Form oder umgekehrt, vollständig oder in Fragmenten, nach Verfahren, die von der Zwölftonmusik abgeleitet sind. Freuen darf man sich auf eine aussergewöhnliche Klangreise mit dem Jugend-Sinfonie Orchester Aargau am 09.08. in Boswil, am14.08. in Zürich, am 16.08. in Aarau und am 21.08. in Lenzburg unter der Leitung von Hugo Bollschweiler.

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Sommer, été, estate = Festivalsommer

Der diesjährige Festivalsommer hat auch in der Welt der klassischen Musik bereits mitte Juli Fahrt aufgenommen. Den für das von uns vertretene Repertoire relevanten Auftakt hat das beliebte Verbier Festival gebildet, welches zwar demnächst auch schon wieder die Tore schliessen wird, ist man aber schon in der Gegend unterwegs, empfiehlt sich unbedingt ein Abstecher in das beschauliche Walliser Bergdorf Ernen. Das etwas kleinere, jedoch nicht minder interessante Festival mit mittlerweile internationaler Ausstrahlung lockt wie immer mit einer ausgeklügelten Programmgestaltung. In einem mittelalterlichen Ambiente darf man am Murten Classics durchaus auch zeitgenössische Musik geniessen, im Osten der Schweiz wiederum, am Davos Festival, werden vor allem junge Musiker:innen glänzen und vermutlich wie immer ein ebenso junges Publikum ansprechen. Und last but not least startet am 13.08. das renommierte Lucerne Festival, die Crème de la Crème aller Festivals sozusagen, und dies unter neuer Intendanz, so dass man also durchaus auf neue Akzente gespannt sein darf. Mit dabei einmal mehr zahlreiche, von uns vertretene Werke, interpretiert von erstklassigen Orchestern und Solist:innen im Konzertsaal des KKL, welcher nicht nur architektonisch, sondern vor allem auch durch seine einzigartige Akustik besticht. Mit dem Ausklang dieses heissen Festival-Sommers am 13.09. wird dann quasi auch schon wieder der nahtlose Übergang in die vielversprechende neue Saison 2026/2027 eingeläutet. Mehr dazu demnächst...

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Funktion

Vereinigter Bühnen-und Konzert-Vertrieb
Exklusivvertretung der Musikverlage Schott Music,
Universal Edition und diverser Subverlage
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Aufführungen

Donnerstag,

George Gershwin

Cuban Overture for orchestra
Mit dem Lucerne Festival Orchestra
Dirigent/chef d'orchestre: Riccardo Chailly
SolistIn:
Luzern (KKL) LUCERNE FESTIVAL

Freitag,

George Gershwin

Concerto in F for piano and orchestra
Mit dem Lucerne Festival Orchestra
Dirigent/chef d'orchestre: Riccardo Chailly
SolistIn: Frank Dupree
Luzern (KKL) LUCERNE FESTIVAL

Freitag,

Jean Sibelius

Violin-Konzert d-moll op. 47 (revidierte Fassung)
Mit dem Luzerner Sinfonieorchester
Dirigent/chef d'orchestre: Michael Sanderling
SolistIn:
Amsterdam (NL, Concertgebouw)

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