News
Alexander Zemlinsky - Der Zwerg
Ein grosses Fest wird am spanischen Hof gegeben, um den Geburtstag der Kronprinzessin zu feiern. Prächtige Geschenke werden aufgefahren: eine goldene Rose mit Dornen aus Edelstein vom Papst, ein Kostüm aus tausend Perlen vom König, zwei prächtige Pferde vom Kaiser. «Doch das Schönste …», so der Haushofmeister, «ist scheusslich»! Ein Sultan hat einen Zwerg als Geschenk geschickt – ein Wesen mit einem einfühlsamen Herzen, das jedoch dazu verdammt ist, für nichts als Unterhaltung zu sorgen. Da er sein Spiegelbild noch nie gesehen hat, ist sich der Zwerg seines Aussehens nicht bewusst und lebt in der Illusion, ein unwiderstehlicher Adonis zu sein. Selbstverständlich verliebt er sich in die Prinzessin, die das Spiel zunächst mitspielt. Er ist selig und sieht sich schon als Geliebter der jungen Frau. Doch plötzlich steht er zum ersten Mal seinem eigenen Spiegelbild gegenüber und zerbricht daran. Mit gebrochenem Herzen stirbt er inmitten der Festgesellschaft, welche unbekümmert und gleichgültig weiterfeiert. Der Zwerg, nach einer Erzählung von Oscar Wilde, ist Alexander von Zemlinskys wohl bekannteste und stärkste Oper. Einer Musik, die sich zwischen Spätromantik und Moderne bewegt, innerhalb der Grenzen der Tonalität schräg abgründig klingt und vor allem faszinierend lautmalerisch erzählt. Text und Musik sind perfekt aufeinander abgestimmt, die musikalischen und formalen Elemente nahtlos ineinander verwoben. Präsentiert wird diese Welt, in welcher Äusserlichkeiten, mehr Schein als Sein an ersten Stelle stehen nun in auf das Ende dieser Saison ab dem 26.04. an der Opéra de Lausanne mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne unter der Leitung von Elisabeth Lee Sora.
Peter Eötvös - Fermata für Ensemble
Der 2024 leider viel zu früh verstorbene Péter Eötvös war Dirigent, Komponist und Lehrer und eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte. So schrieb er Bühnen-, Orchester- und Ensemblewerke, publikumsnah und verständlich, dementsprechend regelmässig kommen sie auf den Bühnen und Konzertpodien zur Aufführung. Zunehmende gesellschaftliche Spannungen beschäftigten Peter Eötvös seit jeher, nicht nur in seinem persönlichen Leben, auch liess er seine Gedanken und seine Besorgnis kompositorisch in zahlreiche seiner Werke einfliessen. Fermata, in den Jahren 2020/2021, also in düsteren Covid-Zeiten enstanden, ist ein solches. Ein Concerto für 15 Musiker:innen, die unter Einhaltung vorgegebener Abstandsregeln voneinander sitzen oder auch stehen. Musikalisch verpackt tragen sie eine Art Zeitbericht vor, aus Tagen und Jahren, in welchen das gewohnte Leben plötzlich zum Stillstand kam, etwas chaotisch weiterging, um gleich wieder unsanft ausgebremst zu werden. Diese Jahre sind zwar Geschichte, die Thematik taucht jedoch immer wieder in unterschiedlichen Formen auf, beschäftigt und erhitzt die Gemüter. Eingeladen sind wir mit Fermata also jegliche Spannungen in unserer Gesellschaft zu überdenken und immer wieder neu zu beleuchten. Eine weitere Gelegenheit dazu bietet sich am 18.04. und am 19.04. in Basel im Gare du Nord mit dem Ensemble Phoenix Basel unter der Leitung von Jürg Henneberger.
George Gershwin - Porgy and Bess
Möglichst authentisch wollte George Gershwin sein und mit Porgy and Bess eine American Folk Opera schaffen, die das wirkliche Leben der Afroamerikaner in der Schwarzensiedlung Catfish Row in Charleston um 1870 schildert. Im Mittelpunkt der Handlung steht der körperlich behinderte Porgy, der die schöne Bess bei sich aufnimmt, nachdem ihr Mann Crown einen Mord begangen hat und sich auf der Flucht befindet. Porgy und Bess verlieben sich ineinander, Crown fordert im weiteren Verlaufe der Handlung seine Frau mit Gewalt zurück, hat jedoch letztendlich im erbitterten Kampf mit Porgy das Nachsehen. Die Grenzen zwischen Musical und Oper sind fliessend, das Werk vereint Elemente aus dem Spiritual, Blues, Jazz und aus der europäischen klassischen Musik in sich und sprengt damit den Rahmen einer klassischen Oper. Zahlreiche Gesangsnummern aus dem Werk wie etwa das legendäre Summertime sind weltbekannt und haben nicht nur unter Klassikfreunden Kultstatus erlangt. Eine Geschichte um Liebe, Hass, Eifersucht und Diskriminierung verpackt in eine grandiose, gross angelegte Musik, welche am 15.04. und 16.04. in einer konzertanten Umsetzung im Stadtcasino Basel zu hören und zu geniessen sein wird - mit dem Sinfonieorchester Basel, dem Chor Theater Basel und mit den Basler Madrigalisten unter der Leitung von Wayne Marshall.
Funktion
Vereinigter Bühnen-und Konzert-Vertrieb
Exklusivvertretung der Musikverlage Schott Music,
Universal Edition und diverser Subverlage
Weitere Informationen
Aufführungen
Dienstag,
Donnerstag,
Donnerstag,