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Erich Wolfgang Korngold - The Adventures of Robin Hood
Robin Hood, der Mantel-und-Degen-Technicolorfilm aus dem Jahr 1938, in welchem das sagenumwobene Heldentum und der jungenhafte Charme des Titelhelden von Errol Flynn verkörpert wurden, ist das Paradebeispiel eines actiongeladenen Spektakels. Erich Wolfgang Korngolds Soundtrack The Adventures of Robin Hood hat wesentlich zum Erfolg des oscarpreisgekrönten Meisterwerks beigetragen, so wie auch eine Vorlage für Generationen von Filmemachern geschaffen, die seinem unwiderstehlichen Kompositionsstil nacheiferten. Wie viele andere klassische Komponisten, die aus Europa nach Amerika kamen und der boomenden Filmindustrie Hollywoods in musikalischer Hinsicht einen zusätzlichen Schub verliehen, verfügte Korngold nicht nur über das entsprechende Handwerkszeug, sondern war auch tief verwurzelt in jahrhundertealter, programmatischer symphonischer Musik. Bekannt ist, dass er sich für den Titelsong bei seinen eigenen Werken bediente, sich mit Wiener Walzern behalf, bombastische Märsche und geniale, komplizierteste Orchestrierungen benutzte, um der mittelalterlichen Legende Robin Hood Leben einzuhauchen. Einmal mehr erliegen darf man der Musik von Erich Wolfgang Korngold am 11.07. in der Tonhalle am See in Zürich gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Meilen unter der Leitung von Konradin Herzog.
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Arvo Pärt - Fratres
Die Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt ist, um einen Vergleich herzustellen, das genaue Gegenteil der Barockmusik. Während die Ästhetik des Barocks Komplexität, Bewegung, Expressivität und Virtuosität hervorhebt, pflegt Pärt einen strengen tonalen Stil, den er „Tintinnabuli-Stil“ nennt - also das Komponieren auf der Basis von nur zwei Melodielinien - und der von mittelalterlichen Gesängen und der Polyphonie der Renaissance inspiriert ist. Die Basis seiner Musik liegt in der Reduktion, und wer seine inzwischen Kultstatus erlangten Kompositionen kennt, weiss, was damit gemeint ist: Litaneiartige Wiederholungen von Grundformeln, äusserst reduzierte harmonische Entwicklungen, eine Musik voller Statik, die jedoch gerade in ihrem Understatement eine beeindruckende Intensität entfaltet. In Pärts eigenem „Tintinnabuli”-Stil komponiert, ermöglicht Fratres unterschiedliche Besetzungsversionen, da es nicht an eine konkrete Klangfarbe gebunden ist. Obwohl er keine historischen Instrumente angegeben hat, ergänzen die Klarheit der Intonation und die Transparenz ihres Klangs die Transzendenz der schon beinahe hypnotisierenden Harmonie. Mittelalterlich und modern, zurückgezogen und weltenvereinend, eingentlich beinahe keine Musik und doch so viel mehr: Arvo Pärt zeigt in seinen Werken, wie komplex Einfachheit manchmal sein kann. Ein weiteres Mal zu hören ist dieses sehr oft aufgeführte Werk Fratres in der Fassung für Violine, Streichorchester und Schlagzeug am 04.07. in St. Gallen und am 05.07. in Wattwil mit dem Ensemble 25 unter der Leitung von Hermann Ostendarp.
Schott journal
Nicht wenige Orchester und Ensembles auf internationaler und natürlich auch auf nationaler Ebene haben sich fast gänzlich dem Streicherklang verschrieben, setzen sich also aus Streichinstrumenten zusammen, so beispielsweise die Camerata Bern, das Zürcher Kammerorchester, die Camerata Zürich und die Festival Strings Lucerne. Diese spezifische klangliche Zusammensetzung bietet nicht lediglich technische und organisatorische Vorzüge, da die Bogeninstrumente Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass derselben Familie angehören, sozusagen miteinander verschmelzen, kann ein homogener und geschlossener Klangkörper erzeugt werden: Von sehr zart und filigran bis hin zu kraftvoll und intensiv, ohne dass die Balance zwischen verschiedenen anderen Instrumentengruppen wie zum Beispiel den Bläsern neu austariert werden muss. Dieser Konzentration auf eine Instrumentengruppe trägt nun die jüngste Ausgabe des Schott journals mit dem aussagekräftigen Titel ‘A Matter of Strings’ Rechnung. Zur Aufgabe gemacht hat es sich die Redaktion von Schott Music, eine breite Palette an Streichorchesterwerken, vornehmlich aus den vergangenen 20 Jahren, zusammenzustellen. Die Ausbeute ist überzeugend, die Vielfalt beeindruckend. Hinweise auf Uraufführungen weltweit, einmal mehr auf das Hans Werner Henze-Jubliäumsjahr 2026 und wertvolle Tipps für Programmplanungen bilden auch in dieser Ausgabe des Schott journals die Themenschwerpunkte.
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Vereinigter Bühnen-und Konzert-Vertrieb
Exklusivvertretung der Musikverlage Schott Music,
Universal Edition und diverser Subverlage
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