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Schott journal

Kunst gegen das Vergessen, so lautet das Credo nicht weniger Künstler:innen aus den darstellenden Künsten, Literatur und natürlich auch aus der Musik. Kriege, Terror, Totalitarismus, Teilung und Wiedervereinigung: ​Kunstschaffende setzen sich mit diesen Ereignissen, welche nicht zuletzt unsere Gesetze und Grundwerte geprägt haben und es nach wie vor tun, auseinander und halten die Erinnerung lebendig. In Zeiten wie diesen, in welchen Geschichtsklitterung, Rassimus und Antisemitismus weltweit zunehmen, setzt die Redaktion des Schott journals in der eben erst erschienen Herbstausgabe ein deutliches Zeichen und zeigt auf, dass Kunst nicht nur unterhalten, sondern auch aufrütteln und sensibilisieren kann. Auf ein breites Spektrum an Werken aus dem grossen Verlagskatalog bei Schott Music ist man auch zu dieser Thematik gestossen, im Detail vorgestellt werden sie in dieser Ausgabe, geliefert werden wertvolle Tipps für künftige Programmplanungen. Weiter runden Hinweise auf Uraufführungen weltweit, Neueinspielungen und wichtige Jubiläen die Themenvielfalt auch dieser Ausgabe ab.

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George Gershwin - Concerto in F

George Gershwins vom Jazz inspirierte Rhapsody In Blue erlebte im Februar 1924 eine umjubelte Uraufführung, woraufhin sich der Dirigent Walter Damrosch ebenfalls ein Klavierkonzert von und mit George Gershwin wünschte und in Auftrag gab. Und so entstand das Concerto in F, welches nicht selten als die klassischste Komposition Gershwins bezeichnet wird, da es sich, anders als bei der Rhapsody In Blue, mit einem klaren dreisätzigen Konzertcharakter eng an die traditionelle Konzertform hält, die Verwendung von Jazz-Elementen jedoch konsequent weiterführt: Die pulsierenden Rhythmen, die synkopierte Melodik, die Ausdrucks-Chromatik, die gestopften Blechbläser, die Posaunen-Glissandi, das grosse Schlagwerk zeugen davon. Im Kopfsatz feiert Gershwin das moderne, vom Charleston-Fieber gepackte Amerika, der langsame Moll-Satz ist vom Blues inspiriert, und das Finale, eine Art Charleston-Rondo, gerät zu einer »Orgie von Rhythmen«, wie es der Komponist selber beschrieb. Die Uraufführung des Concerto in F im Dezember 1925 in New York – wieder mit Gershwin persönlich am Klavier – war erneut ein Riesenerfolg. Kein Geringerer als Igor Strawinsky sprach von einem Meisterwerk, welches nun einmal mehr auch in Luzern anlässlich des bevorstehenden Lucerne Festivals zu Ehren kommt: Am 14.08. mit dem Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Riccardo Chailly, am Klavier kein geringerer als Frank Dupree.

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Sommer, été, estate = Festivalsommer

Der diesjährige Festivalsommer hat auch in der Welt der klassischen Musik bereits mitte Juli Fahrt aufgenommen. Den für das von uns vertretene Repertoire relevanten Auftakt hat das beliebte Verbier Festival gebildet, welches zwar demnächst auch schon wieder die Tore schliessen wird, ist man aber schon in der Gegend unterwegs, empfiehlt sich unbedingt ein Abstecher in das beschauliche Walliser Bergdorf Ernen. Das etwas kleinere, jedoch nicht minder interessante Festival mit mittlerweile internationaler Ausstrahlung lockt wie immer mit einer ausgeklügelten Programmgestaltung. In einem mittelalterlichen Ambiente darf man am Murten Classics durchaus auch zeitgenössische Musik geniessen, im Osten der Schweiz wiederum, am Davos Festival, werden vor allem junge Musiker:innen glänzen und vermutlich wie immer ein ebenso junges Publikum ansprechen. Und last but not least startet am 13.08. das renommierte Lucerne Festival, die Crème de la Crème aller Festivals sozusagen, und dies unter neuer Intendanz, so dass man also durchaus auf neue Akzente gespannt sein darf. Mit dabei einmal mehr zahlreiche, von uns vertretene Werke, interpretiert von erstklassigen Orchestern und Solist:innen im Konzertsaal des KKL, welcher nicht nur architektonisch, sondern vor allem auch durch seine einzigartige Akustik besticht. Mit dem Ausklang dieses heissen Festival-Sommers am 13.09. wird dann quasi auch schon wieder der nahtlose Übergang in die vielversprechende neue Saison 2026/2027 eingeläutet. Mehr dazu demnächst...

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Funktion

Vereinigter Bühnen-und Konzert-Vertrieb
Exklusivvertretung der Musikverlage Schott Music,
Universal Edition und diverser Subverlage
Weitere Informationen

Aufführungen

Samstag,

Kurt Weill

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (1930), Text von Bertolt Brecht, Oper in drei Akten mit grossem Orchester
Mit dem Sinfonieorchester Basel und dem Ensemble Theater Basel
Dirigent/chef d'orchestre: Stefan Klingele
Inszenierung: Benedikt von Peter
Ort: Basel (Theater)

Sonntag,

Krzysztof Penderecki

Lullaby for string orchestra
Mit den Festival Strings Lucerne
Dirigent/chef d'orchestre: Daniel Dodds
SolistIn:
Luzern (KKL) LUCERNE FESTIVAL

Sonntag,

Krzysztof Penderecki

Lullaby for string orchestra
Mit den Festival Strings Lucerne
Dirigent/chef d'orchestre: Daniel Dodds
SolistIn:
Luzern (KKL) LUCERNE FESTIVAL

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