Peter Eötvös - Fermata für Ensemble

Der 2024 leider viel zu früh verstorbene Péter Eötvös war Dirigent, Komponist und Lehrer und eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte. So schrieb er Bühnen-, Orchester- und Ensemblewerke, publikumsnah und verständlich, dementsprechend regelmässig kommen sie auf den Bühnen und Konzertpodien zur Aufführung. Zunehmende gesellschaftliche Spannungen beschäftigten Peter Eötvös seit jeher, nicht nur in seinem persönlichen Leben, auch liess er seine Gedanken und seine Besorgnis kompositorisch in zahlreiche seiner Werke einfliessen. Fermata, in den Jahren 2020/2021, also in düsteren Covid-Zeiten enstanden, ist ein solches. Ein Concerto für 15 Musiker:innen, die unter Einhaltung vorgegebener Abstandsregeln voneinander sitzen oder auch stehen. Musikalisch verpackt tragen sie eine Art Zeitbericht vor, aus Tagen und Jahren, in welchen das gewohnte Leben plötzlich zum Stillstand kam, etwas chaotisch weiterging, um gleich wieder unsanft ausgebremst zu werden. Diese Jahre sind zwar Geschichte, die Thematik taucht jedoch immer wieder in unterschiedlichen Formen auf, beschäftigt und erhitzt die Gemüter. Eingeladen sind wir mit Fermata also jegliche Spannungen in unserer Gesellschaft zu überdenken und immer wieder neu zu beleuchten. Eine weitere Gelegenheit dazu bietet sich am 18.04. und am 19.04. in Basel im Gare du Nord mit dem Ensemble Phoenix Basel unter der Leitung von Jürg Henneberger.

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