Karl Amadeus Hartmann - Concerto funebre

Musik der Trauer nannte der deutsche Komponist Karl Amadeus Hartmann sein Violinkonzert, dessen Urfassung erstmals 1940 im schweizerischen St. Gallen aufgeführt worden war. Ohne in die Emigration zu flüchten distanzierte sich der Komponist mutig und standhaft vom Nationalsozialismus, an eine Aufführung seiner Werke in Deutschland war schlicht nicht zu denken. In dem 1934 geschriebenen Werk Concerto funebre greift Hartmann die Schrecken seiner Zeit auf und wirft einen finster-prophezeienden Blick in Richtung des Zweiten Weltkriegs. Ein Konzert, geprägt von widerspenstigem Mut und einem unerschütterlichen Glauben - bis zuletzt. Ein reines Streicherwerk ist es, die vier Sätze gehen fliessend ineinander über, mit einem Choral in der Solovioline beginnt es und endet ebenfalls mit einem Choral, dessen Charakter mit einem langsamen Schreiten, einer liedartigen Melodie beschrieben werden kann. Eine Musik, die bestürzt, ein Komponist, den es immer wieder neu zu entdecken gilt. Ein weiteres Mal bietet sich die Gelegenheit am 28.02. im Zentrum Paul Klee in Bern mit der Camerata Bern unter der Leitung von Alina Ibramigova.

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