György Ligeti - Ramifications
Ein fast schon unsterbliches Meisterwerk ist Ramifications für Streichorchester oder 12 Solostreicher von György Ligeti, das kompositorisch eine Weiterentwicklung weg von statischen zu durchbrochenen und beweglichen Klangbildern darstellt. Ramifications, zu Deutsch Verästelungen, bezieht sich auf die polyphone Technik der Stimmführung: Die Einzelstimmen bewegen sich in unterschiedliche Richtungen, finden in raren Momenten wieder zueinander und bewirken so ein Wechselspiel aus Vereinigung und Verästelung in der Musik. Dadurch dass eine Streichergruppe einen Viertelton tiefer gestimmt ist als die andere, entsteht ein vibrierendes Netz aus 24 Tonhöhen, die daraus resultierende Musik ist jedoch nicht vierteltönig, zu hören sind lediglich kleinere mikrotonale Abweichungen. Dieses anspruchsvollen Werkes annehmen wird sich die Zuger Sinfonietta am 07.03. im Theater Casino Zug und am 08.03. im Lorzensaal in Cham unter Leitung von Jascha von der Goltz.