Frank Martin - Schweizer Fonogramm
Frank Martin bekannt für seine meisterhafte Verschmelzung unterschiedlicher Stile, schuf Werke, die Einflüsse der Barockmusik, der Romantik und des zwanzigsten Jahrhunderts vereinen. Besonders prägend war für ihn die Zwölftonmusik von Arnold Schönberg, die er auf subtile Weise in seine Kompositionen einarbeitete, ohne dabei den tonalen Bezug zu verlieren. Leider werden seine Werke auf den Konzertbühnen weltweit noch nicht so oft gespielt, wie sie es verdient hätten, mit Ausnahme der Schweiz natürlich, wo der Komponist anlässlich seines 50. Todestages 2024 und auch aktuell ein wahres Revival erlebt. Jüngst bei dem Label Schweizer Fonogramm eingespielt worden sind drei Schlüsselwerke von Frank Martin: Das Concerto pour 7 instruments à vent et orchestre mit einer mehr als ungewöhnlichen Besetzung - jedem der 7 Instrumente wird eine Bühne gegeben im regen Austausch untereinander aber natürlich auch mit dem begleitenden Orchester. In Études pour orchestre à cordes wiederum hat das Orchester seinen grossen Auftritt, und Polyptyque pour violon et 2 petits orchestres à cordes, inspiriert von einem mehrteiligen Altar, gilt als Meisterwerk des 20. Jahrhunderts und wird seit seiner Uraufführung 1973, weltweit regelmässig aufgeführt. Frank Martin bekam den Kompositionsauftrag zum 25-jährigen Bestehen des Internationalen Musikrats durch Yehudi Menuhin, der das Werk als Solist auch zur Uraufführung brachte. Eine CD-Einspielung der Extraklasse liegt nun vor und quasi als Supplément ist sie völlig verdient mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden. Wir gratulieren herzlich und sehen diesen Preis als ein starkes Plädoyer für mehr Frank Martin in den Konzertsälen dieser Welt.