Dobrinka Tabakova - Schubert Arpeggione Sonata

Mit einem beeindruckenden Werkkatalog an Orchester-, Ensemble-, Kammermusik und Chorwerken zählt die bei Schott Music beheimatete bulgarische Komponistin Dobrinka Tabakova bereits zu einer der prägenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik. Die musikalisch westliche Sozialisation macht sich in Tabakovas äusserst umfangreichem und preisgekröntem Schaffen mit einer Affinität zum Streicherklang mehr als nur bemerkbar, nichtsdestotrotz ist ihre ursprünglich osteuropäische Herkunft unüberhörbar. Keinerlei Berührungsängste zeigt Dobrinka Tabakova überdies zu der tonalen Musik, im Gegenteil: Sie hat ein ausgesprochen unverkrampftes Verständnis von zeitgenössischem Schaffen - melodisch reich, emotional und sinnlich in den Texturen, in ihr findet das Moderne neben dem Überlieferten Platz und umgekehrt. Eine Musik, die nicht nur für jedes Konzertprogramm eine Bereicherung, sondern auch für Vertanzungen, für Ballette und szenische Umsetzungen jeglicher Art geradezu prädestiniert ist. Die Schubert Arpeggione Sonata, eine Bearbeitung für Viola und Streichorchester, welche auf den ersten Blick eine höchst unwahrscheinliche Kandidatin für die Umwandlung in ein vollwertiges Bratschenkonzert zu sein scheint, lässt bei genauerer Betrachtung der Partitur jedoch etwas anderes erkennen, zumal das Klavier im musikalischen Aufbau eine eher untergeordnete Rolle spielt. Diese einfallsreiche Bearbeitung für Streichorchester, welche auf den innigen Geist des Originals abgestimmt ist, wird nun ein weiteres Mal in der Ostschweiz zu hören sein: Am 11.06. in Stein, am 12.06. in Trogen und am 14.06. in Appenzell mit dem Appenzeller Kammerorchester unter der Leitung von Peter Grob.

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